“Sitting Dog” wurde von mir – Urs Zeier– und meiner “Pinguinenbande” ins Leben gerufen, um Heilung, Wachstum und einen würdevollen Umgang zu fördern – mit Hunden, mit Menschen, mit dem Leben an sich.
Ursprünglich war diese Webseite für meine Tätigkeit als Hundebetreuer und Hundetrainer (2021–2023) gedacht. Doch nach einem körperlichen und seelischen Zusammenbruch Anfang 2023 – und der Diagnose einer systemischen Sklerose, einer Autoimmunerkrankung, die Nerven und Muskeln betrifft – musste ich meine Arbeit schweren Herzens aufgeben.
Tagesausflug mit Zima & Freunde bei der Künstlersiedlung in Steinmauer ZH (25.10.2022)
Am 11. Februar 2025 entschied ich mich, die seit Jahren brachliegende Domain sittingdog.ch endlich zum Leben zu erwecken und ein Archiv bereitzustellen – als Einladung für Behörden und Institutionen. Es soll Einblick in bestimmte Lebensumstände geben, Missstände offenlegen und dazu einladen, gemeinsam nach menschlichen Lösungen zu suchen.
Besonders wichtig war (und ist) mir, das verzerrte Bild von Hunden wieder geradezubiegen, und auch mein treues und liebevolles Rudel von fünf Wolfshunden unverblümt vorzustellen.
Denn diese liebevollen Gefährten sind es, die mich dazu bewegen, aus meiner Komfortzone auszubrechen und mich neu zu erfinden – und unter dem gemeinsamen Namen “Sitting Dog” zu einer heilsamen und abenteuerlichen Reise aufzubrechen.
Wozu wir dich, herzlich einladen möchten, teil zu nehmen und mit dabei zu sein.
Die längste Reise unseres Lebens, ist die vom Kopf zum Herzen.
– Sioux Indianer
Für uns beginnt dieses Abenteuer mit einer Geschichte – unserer eigenen, die sich zwischen indigenen Wurzeln, Cowboys und einem kleinen Städtchen in der Schweiz entfaltet. Und schlieslich hier nach Zürich führt.
Doch es geht nicht nur um mich und meine Bande. Es geht um Werte, die wir alle in uns tragen. Und darum, sie neu zu entdecken.
Warum “Sitting Dog”?
Die Geschichte hinter dem Namen – und was er bedeutet.
Angelehnt an “Sitting Bull” – ein Lakota-Häuptling und Medizinmann, der seinem Volk eine Stimme verliehen hat, um sie von der Unterdrückung zu befreien – wird “Sitting Dog” zur Stimme für jene Gefühlswesen, die zwar ausdrucksstark, authentisch und unverblümt direkt sind – doch denen die Worte fehlen oder deren Stille in einer lauten Welt oft überhört wird.
“Solange die Sonne scheint, der Fluss fliesst und die Erde wächst, wird es immer einen Indianer geben.”
– Sitting Bull
In erfürchtiger Andacht, an den vor 135 Jahren verstorbenen Medizinmann “Sitting Bull” – Tatanka-Iyotanka (1831 – 1890)
“In mir drin wohnen zwei Hunde. Der eine ist gemein und böse, der andere ist gutmütig und freundlich – und ständig streiten sich die Zwei. Werde ich gefragt, wer von den Beiden gewinnt, gebe ich zur Antwort: Derjenige, den ich füttere.”
– Sitting Bull
Zudem sehe ich mich, meiner Aufgabenstellung gegenübergestellt – mich von meiner “unheilbaren Krankheit” zu heilen und wieder Gesund zu werden – selber auch als Medizinmann, weshalb ich mich dem weisen “Sitting Bull” sehr nahe fühle.
Indigene Wurzeln – zu den Hütern des Waldes
Meine Mutter, die Orang Asli, und das Erbe der ersten Menschen.
Meine Mutter kommt aus Malaysia und stammt vom indigenen Volk der “Orang Asli” – den “Ersten Menschen” – ab. Ihre Kultur reicht über 55’000 Jahre zurück, wie der Abdruck einer menschlichen Hand in einer Höhle nahe Ipoh eindrucksvoll belegt.
Diese Urmenschen bezeichneten sich als “Hüter des Waldes“, denn sie lebten über Generationen hinweg im Einklang mit dem Regenwald und all seinen Bewohnern.
Die junge Aborigine-Frau ganz links, sieht meiner Mutter sehr ähnlich und könnte glatt meine Ur-Ur-Urgrossmutter sein. (Bild: “Aboriginal Malay Family” auf Wikipedia).
Das schreibt mir zwar Wurzeln zu den indigenen Aborigines zu – schliesslich sieht meine Mutter aus, wie die junge Aborigine Frau ganz links auf dem Foto aus 1908 -, aber macht mich das bereits zu einem Indianer?
Vom wilden Australien an den zamen Rhein
Wie ich “Sheriff” wurde – und mich gut mit Pferden und Hunden verstehe
Dass mein Vater einst Cowboy in Neuseeland war und meine Eltern sich in Australien kennengelernt haben – wo sie mit Pferd und Wagen “Feini huusgmachti Schwiizer Wähe” verkauft haben, bevor mein Bruder und ich “Downunder” das Licht der Welt erblickt haben -, wird wohl auch das Seine dazu beigetragen haben, weshalb ich mich schon mein Leben lang gut mit Hunden und Pferden verständigen kann.
Es erklärt auch, weshalb ich in der Schweiz angekommen, erst dachte, dass Kaiserstuhl wie Australien – wild, rau und voller Ganoven sei. Weshalb die Kleinstadt am Rhein aufgeräumt gehört.
So kam es dazu, dass ich in Kaiserstuhl AG erst “Sheriff” war und zusammen mit meinem grossen Gehilfen – auch “Bruder Weissbrot” oder “Banana Joe” genannt – für Recht und Ordnung gesorgt habe.
“Banana Joe” & “Little Big Bear” (1984) – Deputy Sheriff and Sheriff of Kaiserstuhl, posing for the New York Times –
“Banana Joe” & “Little Big Bear” (1984) – They didn’t like the photographer, but still posing for the New York Times –
Wir waren freundlich und aufgeschlossen, aber fackelten auch nicht lange herum. Daher war es eine sehr ruhige und sehr schöne Zeit im idyllischen Kasierstuhl.
Sie, die mit dem Indianer tanzt
Ihre Geschichten sind echt – und nicht von der Tatze zu weisen
Die echte Indianerin unter uns, ist “Zima” – die Mutterhündin meines Rudels. Sie ist mütterlicherseits eine reinrassige “Amerikanische Wolfshündin”.
Ihre Vorfahren lebten Seite an Seite mit den Ureinwohnern Amerikas, die den Wolf verehrten und ihm übernatürliche Kräfte zuschrieben – speziell was Organisation, Zusammenarbeit und seine Weisheit anbelangt.
Zima springt vom Gutstrassen-Brunnen
Mein “Sungmanitu Tanka” springt vom Gutstrassen-Brunnen
Die Lakotas nannten den Wolf “Sungmanitu Tanka”, was durch die drei Worte Sung (kurz für Shunka = Hund), Manitu (Wildnis oder Gebiet ohne Menschen) und Tanka (gross oder grossartig) den Wolf, als den “majestätischen Hund aus der Wildnis”, umschreibt.
Ein Indianer ist, wer mit dem Herzen sieht
Was es bedeutet, im Einklang mit dem Leben zu stehen.
Jedes Lebewesen, welches mit dem Strom des Lebens geht und im Einklang mit der Natur lebt, ist ein Indianer.
So ist es unsere Haltung zum Leben, was uns zu Indianern macht.
Eine wundervolle Weisheit meiner Ahnen besagt:
“Unsere Seelen sind nur auf der Durchreise. Unsere Aufgabe hier ist es, zu beobachten, zu lernen, zu wachsen, zu lieben und dann wieder nach Hause zurückzukehren.”
– Aborigines
Vielleicht bist Du auch ein Indianer – ein “Hüter des Waldes” – und weisst es nur noch nicht?
Heilige Orte statt Schilderwald
Wie wir wieder echte Begegnung zulassen – zwischen Mensch und Natur.
Zu viele Missverständnisse prägen die Landschaft, wo Mensch und Tier sich heute begegnen. Und zu viel Potential und zu viel Hoffnung bleibt auf der Strecke, wenn die einst heiligen Orte, mit Regeln und Propaganda ihrer Kraft beraubt werden.
Früher gehörten diese bunten Orte den Geschichten – und jenen, die sie mit Herz erzählten.
Der Wind kannte ihre Namen. Die Tiere lauschten. Die Sterne leuchteten und schienen alles vorauszusehen. Und der Fuchs sagte dem Hasen noch “Gute Nacht”, bevor der Wald sich zur Ruhe legte.
Heute ist es anders:
Statt Erzählung herrscht Ordnung.
Statt Berührung gilt Distanz.
Es wird um Ruhe, Respekt und Rücksicht gebeten – doch begleitet von Autos, Drohnen und Plakaten, die sicherstellen, dass wir einander möglichst geregelt, geräuschlos und schadlos verpassen.
Die natürlichen Werte – Klarsicht, Instinkt, Verbundenheit – verstummen unter dem Gewicht guter Vorsätze und leuchtender Ideologien.
Und all jene, die so laut predigen und plagieren, betreten den Wald meist nur mit dem Auto – und mit guter Musik. Doch sie bleiben draussen stehen, während das Leben still, aber klangvoll, seine Flügel ausbreitet.
Es geht darum, Würde, Verständnis und Achtsamkeit als Grundlage jeder Berührung und Begegnung wieder sichtbar, hörbar und spürbar zu machen – um das unberührte Potential dort freizusetzen, wo heute oft Frust und Stigmatisierung zur Verkümmerung dieser elementaren Werte führen.
Es ist an der Zeit, wieder solche kraftvolle Plätze entstehen zu lassen – für das, was still geworden ist und beinahe vergessen.
Doch hier ist nicht nur von wilder Natur – von Wäldern, Bergen, Tälern, Flüssen und Seen – die Rede. Auch dort, wo der Mensch atmet und lebt, entstehen heilige Orte. Nicht weil wir sie bauen oder den Wert bestimmen – sondern weil wir sie fühlen.
Dort, wo Geborgenheit, Wachstum und Sehnsucht unser Antrieb sind, wird die Freude unserer Kinder zur Ernte. Und das Zusammen, genährt durch Berührung und Vertrauen, wird zu Wänden und Dach – das, was einen Ort zu einem Zuhause macht.
Die Anwesenheit von Gefühlswesen – sensible, unschuldige und verwundbare Geschöpfe der Natur – aktiviert solche kraftvollen Orte.
Wesen, die durch emotionale Intelligenz die Welt erfassen, sich durch Gefühle ausdrücken und sich von Instinkt und Intuition leiten lassen.
Sie geben der Absicht einen Grund – und dem Raum eine Bedeutung.
Diese Orte gilt es zu wahren und diesem Sinn verschreibt sich “Sitting Dog”.
Nicht als Befreiungskämpfer, nicht als Märtyrer – sondern als Einladung, durch Eigeninitiative und Selbstverantwortung unsichtbare Werte zu schaffen, die verbinden, bewegen und beflügeln.
Auf der Suche nach den heiligen Hunden
Ohne unsere “Heiligen Hunde”sind wir noch nicht komplett
Um unsere heilsame Reise antreten zu können, brauchen wir noch Verstärkung – drei stimmige Pferde, denen wir ein Zuhause in unseren Herzen bieten wollen.
Einen Planwagen für die Reise haben wir bereits gefunden, aber bevor wir nicht Komplett sind, werden wir uns wohl nicht vom Fleck bewegen.
Der uns zugesicherte Planwagen ist zu gross und zu schwer, als dass wir ihn alleine ziehen könnten.
Daher sind wir auf der Suchen nach drei grossen, starken majestätischen Hunden, welche sich unserem Pack und unserem Vorhaben – die Welt zu Beflügeln – anschliessen wollen.
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